Traumatherapie

Traumata sind plötzliche oder anhaltend bedrohlich ängstigende und ausweglose Ereignisse. Sie hinterlassen unbehandelt oft lebenslang Spuren in Form von zahlreichen psychischen und körperlichen Symptomen mit Beeinträchtigung von Lebensqualität und Lebensgestaltung. Unfälle, Naturkatastrophen,plötzliche Verluste naher Menschen, schwere bedrohliche Erkrankungen, manche intensivmedizinischen Eingriffe, Kriegsereignisse,Vertreibungs-Flucht- oder Gefangenschafts- und Foltererlebnisse, zivile Gewalterfahrungen aller Art, manchmal auch "nur" als Augenzeuge, vor allem emotionale, physische und sexuelle Mißhandlungen ("Mißbrauch") in Kindheit, Jugend, aber auch im Erwachsenenalter traumatisieren fast jeden Menschen erheblich.

Einer Traumatisierung kann noch lange Zeit dem auslösenden Ereignis schwerwiegende Störungen nach sich ziehen. besonders oft treten vegetative Störungen, also körperliche Beeinträchtigungen auf, deren Ursachen zunächst unklar sind oder auch nicht in Zusammenhang mit einem schwerwiegenden Erleben gebracht werden. 

 

Ein Trauma kann in Folge von bedrohlichen und erschütternden (Gewalt-)Erfahrungen auftreten. Der traumatische Prozess geht einher mit Gefühlen von tiefgreifender Verzweiflung, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust. Wie auch bei einer körperlichen Verletzung bedarf auch das seelische Trauma zwingend einer Behandlung, um langfristigen gesundheitlichen und psychosozialen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

Jeder Mensch kann von einer traumatisierenden Erfahrung betroffen werden und ein psychisches Trauma erleiden! Dieses Erleiden eines psychischen Traumas durch Gewalt ist ein so überwältigendes Erlebnis, dass die Seele Schutzreaktionen einsetzt. Jedes Trauma verändert das bisherige Leben schlagartig und nachhaltig.

 

Die seelische Gesundheit ist beeinträchtigt und es ist völlig normal, professionale Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Reaktionen auf ein Trauma äußern sich individuell unterschiedlich; häufige und typische Symptome können dafür sein:

  • Schlafstörungen, Albträume, ständig wiederkehrende, ungewollte, belastende Erinnerungen
  • Erinnerungslücken, Konzentrationsschwächen, Erschöpfung, Nervosität
  • Depression, gedrückte Stimmung
  • Angstzustände
  • sozialer Rückzug, Interessenverlust und Isolation
  • körperliche Symptome zum Beispiel im Bereich des Magen-Darm-Traktes, Kopf- und Rückenschmerzen

 

Durch meine Fortbildung in Psychotraumatologie und Traumatherapie am zptn Hannover bin ich in der Lage, Sie nach einem Trauma zu begleiten und die Folgeschäden in einer Beratung und anschließenden Therapie nach dem KReST-Modell zu behandeln.

 

Das KReST- Modell wurde von  Lutz-Ulrich Besser, Leiter des zptn – FAfür Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiater und FA für Psychotherapeutische Medizin entwickelt.

Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie ist eine in 4 Phasen, sanfte und ressourcenorientierte psychodynamisch-integrative Form der Traumatherapie, die aufgrund aktueller Erkenntnisse der Neurobiologie, Stress-, Bindungs-, Verhaltens- und Traumaforschung auch systemische Aspekte  in die theoretische und therapeutische Arbeit mit einbezieht. Durch ein Trauma sind Stress- und Informationsverarbeitung  im Gehirn verändert sowie auch die Gedächtnisfunktion. Die entstandenen emotionalen und körperlichen automatisierten Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen machen vielfältige und mehrschichtige therapeutische Interventionen. erforerlich. Deshalb werden in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie-und Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.