Traumatherapie

 

Was ist ein TRAUMA?

Trauma" ist griechisch und bedeutet VERLETZUNG. Körper, Seele. oder auch Geist können plötzlich  oder auch durch anhaltend bedrohlich ängstigende und ausweglose Ereignisse erschüttert, "verletzt" werden. Der Mensch ist geschockt, ohnmächtig, hilflos, verängstigt, möglicherweise zunächst emotionslos, später dann wütend, traurig, verwirrt. Nichts ist mehr wie vorher. Nahestehende Menschen können einem fremd vorkommen, man zieht sich zurück und verliert immer mehr den Anschluss an das Leben. Unbehandelt und ohne Unterstützung und Hilfe von außen können oft lebenslang Spuren des belastenden Erlebnisses bestehen bleiben und sich in Form von vielen psychischen und körperlichen Symptomen zeigen  Das Leben ist  beeinträchtigt, die Lebensqualität gesunken.

 

Wodurch kann ein TRAUMA entstehen?

Unfälle, Naturkatastrophen, plötzliche Verluste naher Menschen durch Tod oder Trennung, schwere bedrohliche Erkrankungen ( z.B. Krebs, AIDS), manche intensivmedizinischen Eingriffe, Kriegsereignisse, Vertreibungs-Flucht- oder Gefangenschafts- und Foltererlebnisse, zivile Gewalterfahrungen aller Art, manchmal auch "nur" als Augenzeuge, vor allem emotionale, physische und sexuelle Misshandlungen, sexuelle Grenzverletzung ("Missbrauch") in Kindheit, Jugend, aber auch im Erwachsenenalter traumatisieren fast jeden Menschen erheblich.

 

Woran merkt man, dass man eventuell ein TRAUMA hat ?

Eine Traumatisierung kann noch lange Zeit, auch Jahre, nach dem auslösenden Ereignis schwerwiegende Störungen nach sich ziehen. Besonders oft treten vegetative Störungen z. B. Zittern, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Herzschmerzen, Bluthochdruck ohne körperliche Ursache, also körperliche Beeinträchtigungen auf. Die Ursachen sind  zunächst unklar sind oder  werden  nicht in Zusammenhang mit einem schwerwiegenden Erleben gebracht. So wird ein Trauma  oft nicht erkannt.

Bei einer frühen Traumatisierung im Kindesalter durch Häusliche Gewalt oder auch anhaltende Vernachlässigung ( körperlich und/ oderseelisch)  kann  auch eine kindliches  Entwicklungstrauma entstehen oder entstanden sein. Die Folgen merkt die Person dann an unbefriedigenden oder auch schwierigen Beziehungen im Erwachsenenalter. Auch hinter den heute bekannten Störungen im Kindesalter wie ADHS, ADS oder Autismus Spektrum Störung (ASS) kann sich eine unentdeckte Traumatisierung verbergen.

 

Die Reaktionen auf ein Trauma äußern sich individuell unterschiedlich; häufige und typische Symptome können dafür sein:

  • Schlafstörungen, Albträume, ständig wiederkehrende, ungewollte, belastende Erinnerungen
  • Erinnerungslücken, Konzentrationsschwächen, Erschöpfung, Nervosität
  • Depression, gedrückte Stimmung
  • Angstzustände
  • sozialer Rückzug, Interessenverlust und Isolation
  • körperliche Symptome zum Beispiel im Bereich des Magen-Darm-Traktes, Kopf- und Rückenschmerzen
  • Schwierigkeiten nahe Beziehungen aufrecht zu erhalten

 Ist TRAUMA eine psychische Erkrankung?

 Jeder Mensch kann von einer traumatisierenden Erfahrung betroffen werden und ein psychisches Trauma erleiden! Dieses Erleiden eines psychischen Traumas durch Gewalt ist ein so überwältigendes Erlebnis, dass die Seele Schutzreaktionen einsetzt. Jedes Trauma verändert das bisherige Leben schlagartig und nachhaltig. Die seelische Gesundheit ist beeinträchtigt und es ist völlig normal, professionale Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Durch meine Fortbildung in Psychotraumatologie und Traumatherapie am zptn Hannover bin ich in der Lage, Sie nach einem Trauma zu begleiten und die Folgeschäden in einer Beratung und anschließenden Therapie nach dem KReST-Modell zu behandeln.

 

Das KReST- Modell wurde von  Lutz-Ulrich Besser, Leiter des zptn – Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiater und FA für Psychotherapeutische Medizin entwickelt.

Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie ist eine in 4 Phasen, sanfte und ressourcenorientierte psychodynamisch-integrative Form der Traumatherapie, die aufgrund aktueller Erkenntnisse der Neurobiologie, Stress-, Bindungs-, Verhaltens- und Trauma- Forschung auch systemische Aspekte  in die theoretische und therapeutische Arbeit mit einbezieht. Durch ein Trauma sind Stress- und Informationsverarbeitung  im Gehirn verändert sowie auch die Gedächtnisfunktion. Die entstandenen emotionalen und körperlichen automatisierten Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen machen vielfältige und mehrschichtige therapeutische Interventionen. erforderlich. Deshalb werden in dem 4-phasigen Trauma zentrierten Psychotherapie-und Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.